Natürlich auch in Stuttgart!

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Klimawahl 2021: Kohlefreunde und Gegner der Erneuerbaren Energien abwählen

Die Bundestagswahl am 26. September 2021 muss eine Weichenstellung in Sachen Bewältigung der Klimakrise werden.

Einige Plakate, die besonders gut die Lage beschreiben:
* Wollen wir wirklich die Wirtschaft zerstören, nur um den Planeten zu retten?
* Korruption muss bezahlbar bleiben!
* Machen was Arbeit schafft.

Also gut, die ersten beiden sind eher satirisch gemeint. Aber der Spruch „Machen was Arbeit schafft“ ist aus dem Programm der CDU und ehrlicher kann es gar nicht sein. Denn durch das Komplettversagen die Klimakrise in der Zukunft zu bewältigen, entsteht unglaublich viel Arbeit. Die Grenzen müssen gesichert, die Infrastruktur regelmäßig komplett neu gebaut werden und das Handwerk erblüht beim ständigen Häuserreparieren.

Entgegen unserer bisherigen Haltung einigermaßen neutral in Wahlkämpfen zu bleiben, beziehen wir nun deutlich Stellung gegen CDU und FDP bei der Klimawahl 2021.

Dazu passt auch eine Analyse der Bundestagsparteien des Solarenergiefördervereins.


Bürgerbeteiligung in Stuttgart – wer unbotmäßig fragt muss bezahlen?

Seit mehr als zwei Jahren verlangen die Umweltverbände KUS, Verein Kommunaler Stadtwerke, die Naturfreunde und der Nabu die Veröffentlichung von Wirtschaftsplänen, z.B. der Stadtwerke und der SWSG. Diese Pläne sind wichtig, weil man aus ihnen erschließen kann, welche Strategien die städtischen Töchter in Bezug auf den Klimaschutz verfolgen und wie der Stand bei der Energie- und Wärmewende in Stuttgart ist. Schon zu Zeiten von OB Kuhn hat die Stadt die Veröffentlichung der Wirtschaftspläne verweigert weil man das Anliegen zunächst „intern prüfen und insbesondere auch mit dem Kooperationspartner der Stuttgart Netze.GmbH, der Netze BW (d.h. mit der EnBW)“,abstimmen müsse.
Auch müsse man prüfen, ob Informationen aus Gründen des Betriebs- und Geschäftsgeheimnisses überhaupt herausgegeben werden könnten.
In Städten wie Karlsruhe, Tübingen, Heidelberg, Ludwigsburg oder Sindelfingen werden die Wirtschaftspläne den entsprechenden Haushaltsplänen beigefügt und sind im Netz öffentlich einsehbar. Die Stadt konnte bisher nicht erklären, warum dies in Stuttgart nicht möglich sei.
Kuhns Nachfolger Frank Nopper (CDU) veranlasste kürzlich, dass die Wirtschaftspläne schriftlich übersandt wurden. Beigefügt war allerdings ein Kostenbescheid von jeweils 150 Euro für die Dokumente, obwohl die Umweltverbände angeregt hatten, die  Unterlagen per Mail zur Verfügung. zu stellen:
Stadt und Land betonen immer wieder, dass die Energiewende ohne Beteiligung der BügerInnen nicht möglich sei. Will man sie nur an den Kosten beteiligen, die Informationen aber lieber unter Verschluss halten?
Die Umweltgruppen haben gegen den Kostenbescheid am Dienstag, 31.8.21 Einspruch erhoben.

Dazu auch der entsprechende StZ Plus Artikel:


In Stuttgart: Windkraft gefährdet – nein, keine Fledermäuse – sonder ein Drehfunkfeuer!

durch einen Antrag der SPD zum Ausbau der Windkraft in Stuttgart ist eine neue Debatte über Windkraftanlagen eröffnet worden. Die SPD möchte nochmals den Tauschwald untersuchen lassen, trotz der artenschutzrechtlichen Einwendungen von BUND und Nabu. KUS plädiert für die Bernhardshöhe als bestem Standort. Dieser Standort wurde bisher von der deutschen Flugsicherung ( DFS ) verhindert. wegen des Drehfunkfeuers müsste ein Abstand von 15 km eingehalten werden. Drehfunkfeuer sind eine veraltete Technik und der Abstand ist sehr willkürlich, in Spanien beträgt er z.B. gegenwärtig 3 kM. Wir haben in dieser Frage den Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen AG , Verkehrsminister Hermann und weitere  Aufsichtsräte angeschrieben. Außerdem haben wir das Anschreiben an den MdB Gastel weitergeleitet, der es in den Bundestag mitnehmen möchte. Mehr..

weiterführende Infos:

Umrüstung von Drehfunkfeuern wird beschleunigt
Projekte im Umfeld von Drehfunkfeuer werden genehmigungsfähig

 


Landesregierung Ba-WüPressemittteilung KUS
zu 100 Tage Koalitionsregierung in Baden-Württemberg und Klimaschutz

  • gute Ansätze
  • oft zu langsam
  • oft zu wenig konkret
  • Klimavorbehalt statt Haushaltsvorbehalt!

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Dr. Kienzlen im Ausschuss für Klima und Umwelt: Luft nach oben

Auf Anregung von KUS konnte der Geschäftsführer der Klima- und Energieagentur (KEA-BW) Dr. Volker Kienzlen einen Sachstandbericht zu Stuttgart geben. Es gab Licht und Schatten, insgesamt liegt die Landeshauptstadt eher im Mittelfeld. Große Defizite gab es bei Photovoltaik, aber auch bei der Fernwärme ist noch viel Potential, ebenso bei Nahwärmenetzen. Beim Radverkehr ist Stuttgart in Baden-Württemberg auf dem drittletzten Platz, bei E-Ladesäulen ist man hingegen Spitze.

Auch das Energieberatungszentrum Stuttgart (EBZ) mit seinen 8 Mitarbeitern muss im Vergleich zu Karlsruhe (30 Mitarbeiter) noch dringend ausgebaut werden.

Statusbericht kommunaler Klimaschutz

„Klimaschutz hat in Stuttgart offenbar noch Luft nach oben“ von Josef Schunder, Stuttgarter Nachrichten, 21.07.2021


Wasserstoff verhindert die Energiewende

Dr. Ulf Bossel hat am 15. Juni 2021 im KUS-Treffen eine umfassende Energiebetrachtung zu Wasserstoff gegeben. Er stellte eindrucksvoll die Verlustkaskade bei der Verwendung von Wasserstoff dar. Der Energieaufwand bei der Kompression, der Verflüssigung, beim Transport, Tankbefüllung ist enorm hoch, so gehen dreiviertel der Ursprungsenergie verloren. Wie soll grüner Wasserstoff , also mit erneuerbaren Energien erzeugt, hergestellt werden? Atomkraft und Gas laufen in der Politik immer noch unter grüner Energie! Deutlich wird, wer Interesse an der Wasserstoffproduktion und Anwendung hat.
Wasserstoff Präsentation von Ulf Bossel

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