Wasser

KUS warnt den Gemeinderat Stuttgart vor den verheerenden

Folgen des Handelsabkommens TTIP auch für unsere Wasserversorgung

KUS hat an die Fraktionsvorsitzenden einen Brief verfasst, in dem u.a. gewarnt wird:

Die Stuttgarter Wasserversorgung ist gegenwärtig noch in der Hand der EnBW, einem privaten Konzern. Bei der Frage der Rekommunalisierung des Wassers gibt es einen Rechtsstreit zwischen der Landeshauptstadt und der EnBW, der sich noch  Jahre hinziehen kann. Falls TTIP verabschiedet wird und die EnBW immer noch Eigentümer des Wassernetzes ist, kann dieses Wassernetz nicht mehr rekommunalisiert werden, sondern muss in der Hand eines privaten Eigentümers bleiben.

Fracking im Bodenseeraum könnte direkt die Trinkwasserversorgung in Stuttgart bedrohen. Mit TTIP könnten ausländische Konzerne wie z.B. Exxon gegen Umweltvorschriften der Bundesrepublik klagen, weil sie eine Wettbewerbsbenachteiligung in diesen Vorschriften sehen könnten.

Lesen Sie hier den gesamten Text


Wasser in Stuttgart

Lesen Sie hier wie die Stuttgarter zu ihrem Wasser stehen:

KUS-Themenflyer: „Wasserkonzept Stuttgart“.


In Stuttgart ist der Wasserpreis um 9,3% erhöht worden. Das ist für viele Bürger ein herber Schlag.

Wir haben dazu kritische Fragen an Herrn Schmiedel (SPD) gestellt: Lesen Sie hier den gesamten Brief.

Hinter der Erhöhung steckt die Absicht der EnBW, die Kosten für das Wassernetz hoch zu treiben. Sie verlangt von der Stadt Stuttgart den Sachzeitwert in Höhe von ca. 750.000 €. Nach dem Ertragswert würde das Netz bisher ca. 160 Mio € kosten. Durch die Wasserpreiserhöhung würde jedoch der Ertragswert kräftig steigen.

KUS begrüßt die Entscheidung des Gemeinderats, gegen die EnBW auf Herausgabe des Wasserversorgungsnetzes zu klagen.


Stuttgart vernachlässigt sein Wasser!

KUS fordert ein Wasser-Konzept für Stuttgart.

Das Neckarufer ist wenig attraktiv und der Nesenbach ist als Abwasserkanal voll kanalisiert. In der Innenstadt fließt kein offenes Wasser mehr.

KUS hat ein Wasserkonzept für Stuttgart entwickelt, das ein Netz von offenen „City-Bächle“ vorsieht, die die Innenstadt durchfließen sollen.

Bei fortschreitendem Klimawandel wird es immer wichtiger, den Stuttgarter Kessel mit kühlendem Wasser zu beleben.

Lesen Sie hier den KUS-Flyer: „WASSERKONZEPT FÜR STUTTGART“.


 Die Stuttgarter Wasserversorgung wurde 2002 an die EnBW verkauft.

Seitdem hat der Gemeinderat keinen Einfluss mehr auf die Wasser-Qualität,  den Wasserpreis und den Zustand des Versorgungsnetzes.

KUS fordert deshalb im Zusammenhang mit der Errichtung eines eigenen Stadtwerks:

  • Keine Verlängerung der Konzessionsverträge im Jahr 2014
  • Rückkauf der Wasserversorgung
  • Neugründung eines 100%ig kommunalen Wasserversorgungsbetriebs

Denn Wasser ist ein Lebensgut, das nicht Spekulanten überlassen werden darf. Die Vorfälle im Zusammenhang mit den Cross-Border-Leasing-Verträgen haben deutlich gemacht, wie gefährlich es ist, wenn die Wasserversorgung zum Spielball von Kapitalinteressen wird und die Kommunen keinen Einfluss mehr haben auf die Wasserqualität und den Wasserpreis. Strom und Gas dienen ebenfalls unserer elementaren Lebensversorgung und dürfen nicht von Energiemonopolen zur Gewinnmaximierung missbraucht werden. Die Energieversorgung gehört zu der unabdingbaren Lebensgrundlage einer Stadt und muss aus Gründen der Daseinsvorsorge dauerhaft zu angemessenen Preisen in guter Qualität jedem Bürger zuverlässig zur Verfügung stehen. Im Zuge der Ressourcen-Verknappung und der damit verbundenen Energie- und Wasserpreissteigerung dürfte dieser Aspekt immer wichtiger werden. Deshalb muss die Stadt Stuttgart unbedingt ihre Versorgungsnetze zurückgewinnen.