Liebe Klima-Engagierte,

auf dem vergangenen KUS-Treffen am 17. Juni haben wir folgende Punkte besprochen:

Infos aus den Initiativen im KUS

Die Umweltgewerkschaft organisiert den Internationalen Umweltratschlag in Stuttgart 23. bis 25. Oktober 2026
Dieser International Environmental Council ( IEC ) soll unabhängig von Regierungen und NGOs stattfinden. Bisher haben bereits ca. 30 Gäste aus der ganzen Welt zugesagt. Es sind vorrangig Vertreter von Umweltschutzorganisationen aus Afrika, die an der Basis den Widerstand gegen Naturzerstörung organisieren und Länder vertreten werden, die unter dem Schmutz und klimatischen Folgen leiden müssen, die sie selber so weder angerichtet noch verschuldet haben. Geplant ist eine direkte „Klimagerechtigkeits“ Diskussion entstehen zu lassen.

Manfred ruft zu Kontaktaufnahme zu Bundestagsabgeordneten auf, um mit ihnen über die Planungen der Wirtschaftsministerin zu sprechen, insbesondere im Hinblick auf die negativen Auswirkungen. Siehe auch Protestaktion vom Umweltinstitut München: Stoppen wir Katherina Reiches Geschenk an die Gaslobby!

Aus aktuellem Anlass zum Bahn-Projekt Stuttgart 21
Kontext:Wochenzeitung Artikel fasst die Lage bei Stuttgart 21 zusammen.
ETCS hat große Probleme verursacht, weil keine Rückfallebene vorgesehen war. Güterzüge wurden bei der Planung vergessen. Am 26. Juni tagt der Lenkungskreis und wir wollen im Juli das Thema vertiefen.

Thema - Aktuelle Energiepolitik
Beitrag: Rücktrittsgründe für Katharina Reiche bei FunFacts und ein Begleitpapier von Alex zur FunFacts-Sendung

Diskussion:
Studie zum Kostensenkungspotentiale im Verteilnetz von Tim Meyer
Eigenkapitalquote bedeutet wieviel Geld hat das Unternehmen selber eingesetzt.
Eigenkapitalrendite der Netzbetreiber ist sehr hoch im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen.
Energiewende benötigt Speicher, aber es gibt kein Konzept der Regierung dazu.
Bundesnetzagentur legt die Eigenkapitalrendite beim Netzbetrieb fest (Größenordnung 9%)

Kritik an einzelnen Personen ist berechtigt, löst aber das Problem nicht, weil die Struktur dahinter weiterhin bestehen bleibt.

Netzbetreiber müssen gemeinnützige Unternehmen werden. EnBW als börsennotiertes Unternehmen unterliegt dem Gewinnmaximierungsdruck.
Konzession zur Vergabe des Fernwärmenetzes steht an und die EnBW muss alle Zahlen melden. Der Arbeitspreis im Fernwärmenetz beträgt 8 ct/kWh, wobei der Mischpreis bei großen Gebäuden bei 14 ct/kWh liegt.
Hohe Anschlusskosten in Stuttgart im Vergleich mit Mannheim oder Karlsruhe. Preisfindung erfolgt aus dem Abschöpfungsgedanken, weil es bezahlt wird.
Wärmenwende funktioniert nicht wenn sie von Börsennotierten Unternehmen organisiert werden, weil die Rendite für den Netzausbau zu niedrig ist. Fernwärmeausbau in Stuttgart wird aufgrund der engen Straßen teuer werden.

EnBW Comfort Heat Standardvertrag zeigt wie umfangreich die Preisbildung ist.

Der neue Wärmeliefervertrag der EnBW liegt im Vergleich zu anderen Fernwärmenetze gut. Der Arbeitspreis liegt bei 8 Cent/kWh und ist damit auch im Vergleich zu Wärmepumpen wettbewerbsfähig. Das zentrale Problem liegt in den hohen Anschlusskosten und dem fehlenden Netzausbau. Als börsennotierte Aktiengesellschaft werden hohe Kapitalrenditen erwartet, die einem ambitionierten Ausbau entgegen stehen.

Siehe auch Stuttgart 2035 klimaneutral Info


Hinweise

- Petition "Stoppt den Abriss des Wittwer-Buchhauses am Stuttgarter Schlossplatz" 

- Monatg, 29. Juni um 18 Uhr - mit der 811. Montagsdemo auf dem Schlossplatz und 19:30 Uhr – Gewerkschaftshaus Stuttgart starten 
bundesweite Sozialproteste: Es reicht! Das Leben bezahlbar machen. 

Bitte helft vor dem Gewerkschaftshaus zwischen 19:00 und 19:30 Uhr beim Verteilen unserer Flyer zur Wärmewende-Veranstaltung am 14. Juli mit.
Auf der Montagsdemo-Demo ab 18 Uhr verteilt das Aktionsbündnis gegen S-21.

- Dienstag, 14. Juli um 18 Uhr Rathaus Großer Sitzungssaal Stuttgart 2035 klimaneutral! Wird das noch was? – Die Wärme wenden, sozial- und klimaverträglich!

- 22. Juli 2026, 19:30 Uhr, "Mobilität - am Ende werden (fast) alle glücklich" Gespräch und Diskussion mit dem Mobilitätsexperten Professor Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung beleuchtet die Chancen der nachhaltigen Mobilität, Altes Rathaus, Stuttgart Plieningen, Goezstraße 1, 1. Stock

Das nächste KUS-Treffen ist am 21.07.2026. Eine Einladung folgt.

Viele Grüße,
Harald Beck


Newsletter des Klima- und Umweltbündnis Stuttgart – www.kus-stuttgart.de
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