Kohle / Braunkohle

Neues Kohlekraftwerk in Bangladesch

KUS- Pressemitteilung zur Beteiligung der Firma Fichtner beim Bau eines der in Bangladesch am meisten umstrittenen Kraftwerke, des Rampal Kohlekraftwerks. Dieses soll in unmittelbarer Nähe zu den weltweit größten Mangrovenwäldern, den Sundarbans am Golf von Bengalen in Bangladesch, errichtet werden und gefährdet diese. Dieses Kraftwerk wird insgesamt ca. zwei Milliarden US Dollar kosten und eine Kapazität von 1.320 MW haben.

Pressemitteilung vom 12. Juli 2019
Press release of July 17th, 2019


Glencore will aus Kohleförderung aussteigen

Rohstoffriese Glencore will aus der Kohleförderung aussteigen. Einer der führenden Kohlekonzerne der Welt beugt sich dem Druck der Klimaschützer und Investoren.


Eine Reise in die UnteRWElt

Der 75 minütige Film „Eine Reise in die UnteRWElt“ über den Klimaaktivismus im Rheinland schafft Einblicke, verstört und rüttelt auf. Gezeigt wird der aktive Widerstand gegen die größten Braunkohle-Tagebaulöcher Europas und gleichzeitig gegen Europas größten CO2-Emmitenten, die „RWE Power + Generation“!
3 Jahre lang hat das Filmteam aus AktivistInnen, WiderständlerInnen und FilmemacherInnen die Zerstörung von Dorfgemeinschaften und landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie das Vernichten von Naturschutzgebieten dokumentiert.
Es kommen Menschen zu Wort, die zwangsumgesiedelt werden, ihre Heimat für immer verlieren und versuchen sich dagegen mit unterschiedlichsten Mitteln zu wehren. lmmer noch sollen 8 Ortschaften den Tagebauen geopfert werden.
lm von der Abbaggerung bedrohten Hambacher Wald leben Waldbeschützer auf Baumhäusern, die versuchen alle Lebewesen, die schützenswerten Tiere und  Bäume zu retten. Es ist die größte Besetzung im deutschsprachigen Raum.
Der aktive Widerstand lebt und die Vernetzung von KlimaaktivistInnen ist sowohl im rheinischen Braunkohleabbaugebiet als auch weltweit stark gewachsen.
Vielfältige Protestformen und ziviler Ungehorsam haben den Menschen wieder Mut gegeben, sich gegen den umweltschädlichen Braunkohleabbau und die erderwärmende Braunkohleverbrennung zu stellen.
Eine sachlich-emotionale Reise in die UnteRWElt.


Sieht so die Zukunft der Energigewinnung aus?

Das neue Kohlekraftwerk RDK 8 der EnBW in Karlsruhe stößt so viel Emissionen aus wie ganz Stuttgart, hat einen Wirkungsgrad von 46%, d.h. mehr als die Hälfte der Energie wird sinnlos in die Luft geblasen und das Kraftwerk ist ab 2018 zu 100% von Kohleimporten abhängig.
Kohle ist nicht nur schädlich für das Klima, sie zerstört auch Landschaften, Lebensräume – auch von indigenen Völkern -, soziale Rechte und die Gesundheit von Menschen – wie die Präsentation von „urgewald“ am Dienstag, 28. April 2015 im Forum 3 gezeigt hat.


Der wahnwitzige Kohleabbau in den USA und die Kohleimporte nach Deutschland

Prof. Dr. Hendrix hat über das „Mountaintop Removal“ in den Appalachen referiert: Dabei werden ganze Berggipfel weggesprengt, um an die Kohle zu kommen und über die gesundheitlichen Auswirkungen dieses Kohleabbaus. Hier sehen Sie die erschreckende Präsentation davon.

Zu diesem Thema können Sie auch einen Beitrag des SWR-Radios abrufen: „Schmutzige Kohle für Baden-Württemberg?


Braunkohle ist der schlimmste Klimazerstörer im Energiebereich

Aber das Bundesverfassungsgericht hat die Klage gegen den Abbau abgewiesen.

Mitglieder von KUS waren 17.12.2013 bei der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Braunkohle in Karlsruhe.
Unserer Meinung nach war es ein weiteres Beispiel für Postdemokratie. Die Konzerne bestimmen, was die Judikative, die Legislative und die Exekutive machen. Es war keine Entscheidung im Namen des Volkes, dessen Grundstücke dürfen weggebaggert werden, sondern eine im Namen der Kohlekonzerne, die weiterhin Gebäude und Natur zerstören dürfen. Begründet wurde die Entscheidung mit dem Gemeinwohl. Für das Gemeinwohl sei die Versorgungssicherheit mit Kohle unabdingbar. Die Richter haben noch nicht mitbekommen, dass nach Frau Prof. Claudia Kemfert Braunkohle nicht mehr systemrelevant ist. Die Erkenntnis, dass Braunkohle der schlimmste Klimazerstörer im Energiebereich ist und damit das Gemeinwohl langfristig in seiner Existenz gefährden wird, scheint auch noch nicht in Karlsruhe angekommen zu sein.
Bilder zur Demo können Sie hier einsehen